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Oberflächenbeschichtung



Oberflächenbeschichtung  


Sicherungsringe müssen Gratfrei sein und werden im Regelfall mit einem Korrosionsschutz nach Tabelle 4 ( nach Wahl des Herstellers) geliefert. Zu dieser Lieferform sind keine besonderen Angaben bei der Bezeichnung eines Sicherungsringes erforderlich. Bei phosphatiert und geölt, sowie geschwärzt und geölt; keine Anzeichen von Korrosion nach 8 Stunden Einwirkungsdauer zulässig.

Für galvanische Überzüge gelten die Kurzzeichen nach DIN 267 Teil 9. z.B. Sicherungsringe DIN 471 A 40 x 1,75 A3K. Bei der galvanischen und mechanischen Massenbehandlung von Sicherungsringen in einer Trommel , Glocke oder Zentrifuge ist es nicht möglich, eng tolerierte Schichtdicken einzuhalten!

Bei Sicherungsringen, Paß-und Stützscheiben mit galvanischem oder mechanischem Oberflächenschutz darf bei der Ringdicke das obere Abmaß entsprechend der Schichtdicke des geforderten Überzuges überschritten werden. Dies ist bei der Bemessung der Nutlage zu berücksichtigen.


Die Sicherungsringe DIN 471 + DIN 472 aus Edelstahl werden aus AISI 316 L ( A 4 ) hergestellt und gewährleisten eine sehr gute Korrosionsbeständigkeit und die Ringe sind antimagnetisch. Da es sich hierbei um einen austentischen Molybdänstahl handelt, ist er nicht härtbar und der von uns erreichte Wiederstand bedingt eine gute Elastizität. Für die Montage müssen Spezialzangen mit Schrauben zur Begrenzung des öffnens- und schließens des Ringes verwendet werden.

Unsere Artikel ausgenommen Pass- und Stützscheiben und DIN 6799 und DiN 6798  werden nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden mit einem galvanischen Überzug  weiß geliefert. 

Die Sicherungsringe werden für eine Dauer von mindestens 18 Stunden einer Dehydrierung bei 200°C unterzogen, die unbedingt innerhalb von 3 Stunden nach der galvanischen Behandlung durchgeführt werden muß, um die Restbrüchigkeit infolge des elektrolytischen Verfahrens zu beseitigen

Ein restlose Wasserstoffversprödung kann leider bei  der Galvanischen Verzinkung bei federstahl  n i c h t  ausgeschlossenWerden und Reklamationen auf  Grund von Sprödbruch werden ausgeschlossen.


Wir bieten alternativ an:


Microcor®Korrosionsschutzsysteme - Die Lösung von heute

Was ist microcor® ?

Wir verstehen unter microcore® Schichten, die in Schichtdickenbereichen < 25y aufgebracht werden und unter Gewährleistung der kathodischen Fernschutzwirkung einen Korrosionsschutz sicherstellen von min. 480 SST gem DIN 50021 SS und / oder 5 Runden Kesternich gem. DIN 50018 SFW 2,0 S. Zu diesem Zweck werden verschiedene Materialien, die von der Zusammensetzung, der Applikationsart oder dem Anwendungsprofil des Trockenfilms her optimal auf die zu beschichtenden Teile zugeschnitten sind. Üblicherweise besteht microcor® aus einer anorganischen, metallpigmentierten Grundierung und einer organischen Deckschicht.


Microcor® Grundierung

..... ist keine Farbe im eigentlichen Sinne sondern ein thermoreaktives System, hochgefüllt mit Zink- und Aluminiumlamellen. Diese erzeugen silbern-metallfarbene Überzüge, welche hohe Korrosionsschutzeigenschaften aufweisen. Auch sind keine organischen Harze enthalten, da die elektrische Leitfähigkeit der Oberfläche zum Erreichen des kathodischen Korrosionsschutzes unabdingbar ist.

Der eingebrannte Trockenfilm enthält ca. 85 % Metallanteile in Form von Zink- und Aluminiumpartikeln. Die Zwischenräume sind mit anorganischen Bestandteilen aufgefüllt, weshalb über die gesamte Schicht die Fernschutzwirkung gewährleistet ist.

Die hohe Beständigkeit im Salzsprühnebeltest – im Vergleich zu galvanisch abgeschiedenen Zinkschichten – lässt sich durch den sogenannten „ Barriere-Effekt“ erklären. Korrosive Medien wie Sauerstoff und Feuchtigkeit müssen jede einzelne der schuppenartig angeordneten Lamellenschichten angreifen, was- verglichen mit der kompakten Metallschicht einer galvanisch abgeschiedenen Oberfläche – zu einer deutlichen Verzögerung im Korrosionsverlauf führt.

Die eingesetzten Materialien enthalten keinerlei schädliche Schwermetalle wie Cadmium oder Chrom. Ebenso sind keinerlei krebserregende, frucht- oder organschädigende Stoffe enthalten. Beschichtete Sicherungsringe können also bedenkenlos weiterverarbeitet werden. Die Temperaturbeständigkeit von bis zu 250 Grad lässt den unbeschränkten Einsatz auch in gekapselten Motorräumen zu.


Microcor®Deckschichten

....sind hochvernetzte organische Deckbeschichtungen, die als Versiegelung/ Zusatzbeschichtung für die Grundbeschichtung fungieren. Durch das Einbrennen entsteht ein dünner, porenfreier, chemikalienresistenter Film. Im Gegensatz zur Grundierung ist diese Deckschicht elektrisch isolierend und schützt somit wirksam vor Kontaktkorrosion. Darüber hinaus bietet sie:

  • ausgezeichnete Haftfestigkeit
  • besonders hohe Abriebfestigkeit
  • niedrige Einbrenntemperaturen < 200 Grad C
  • ausgezeichnete Beständigkeit im Kesternichtest in Verbindung mit der Grundierung
  • hervorragende Flexibilität
  • physiologische Unbedenklichkeit

Die Vorbehandlung der Sicherungsringe

Optimaler Korrosionsschutz und ausgezeichnete Haftung der Überzüge auf dem Untergrund setzen eine exakt abgestimmte und sorgfältige Teilevorbehandlung voraus.

Feinkristallines Zinkphosphattieren ist der universellste Weg, unterschiedliche Teile in den verschiedensten Anlieferungszuständen gleichmäßig vorzubehandeln, und damit eine gleichbleibende Qualität herzustellen. Nach dem Entfetten werden die teile im Trommel- oder Ruhebad phosphatiert und anschließend getrocknet. Die Phosphatschicht bietet Lagerkorrosionsschutz und ist gleichzeitig ein hervorragender Haftvermittler für die nachfolgenden Beschichtungen. Besonders in Kantenbereichen ( z. B. scharfkantigen Stanzflächen) wird die Abdeckung und der Aufbau von Beschichtungsmaterial deutlich positiv beeinflusst.

Zentrifugieren
Schüttfähige Kleinteile, also unsere Sicherungsringe werden sinnvollerweise in Beschichtungszentrifugen verarbeitet. Dazu werden sie in Beschichtungskörbe geschüttet und anschließend in den Materialvorratsbehälter abgetaucht. Nach dem Benetzen der Teile transportiert der Fahrwagen den Korb in die eigentliche Zentrifuge. Durch die Zentrifugalkräfte wird überschüssiges Material mit vorgegebenen Werten abgeschleudert. Abschließend werden die Teile über eine Vibrorinne auf ein Ofenband gefördert und die aufgebrachte Oberfläche eingebrannt. Schleuderdrehzahl, Schleuderzeit, sowie die Viskosität des Beschichtungsmaterials sind ausschlaggebend für die erzielte Schichtdicke. Wir beschichten standardmäßig unsere Sicherungsringe mit 10 my und erziehlen damit eine Rostbeständigkeit von ca. 120 h im Salzsprühnebeltest. Auf Grund der Geometrie der Sicherungsringe kommt es schon einmal vor, dass Aufwerfungen entstehen und jahrelange Erfahrung hat uns gelehrt das mit eine Auflage von nicht mehr wie 10 my diese Aufwerfungen auf ein Minimum reduziert werden. ( Bei der Aufwerfung handelt es sich lediglich um ein optisches Problem ). Größere Schichtdicken und dadurch höherer korrosionsschutz ist selbstverständlich möglich nur werden hier die Aufwerfungen wahrscheinlicher und sind kein Reklamationsgrund.


Microcor® und die Umwelt

Wir fassen noch einmal zusammen: Schädliche Schwermetalle sind weder in den Grundierungen noch in den Deckschichten enthalten, ebenso keinerlei Stoffe mit kanzerogen ( krebserregenden), mutagenen ( fruchtschädigenden) oder teratogenen ( organschädigenden ) Eigenschaften. Die gesundheitliche Unbedenklichkeit wird darüber hinaus dokumentiert mit der Freigabe für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie. Beschichtete Teile können also bedenkenlos in jeder Weise gehandhabt werden. Die bei der Verarbeitung auftretenden Lösungsmittel- im Wesentlichen aromatisierte Alkohole- werden gesammelt, konzentriert und mittels Ionisation aufgespalten. Die Vorbehandlungen erfolgen wie beschrieben entweder mechanisch oder auf wässriger Basis; auch hier treten keinerlei Umweltbelastungen auf.

Microcore® eignet sich optimal für alle Teile, die sprödbruchgefährdet sind und trotzdem Korrosionsschutzansprüchen genügen müssen. Hauptsächlich verwendet werden diese Oberflächen in der Automobilindustrie, was sich auch in den umfangreichen Freigaben und Spezifikationen nachfolgender Firmen wiederspiegelt:
BMW; Bosch; Ford; ITT/ATE; Knorr, Mercedes, Opel, Porsche, Stabilus; VW; VDA; MAN

(detailliert Freigaben und Spezifikationen können auf Wunsch angefordert werden)


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